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| Wenn gesunde Bewegung wie hier beim harmlosen Joggen zum Extrem-Ausdauersport wie beim Marathon wird, kann es gefährlich werden |
Eine extreme Ausdauerbelastung des Körpers, wie sie bei Sportarten wie Marathon und Triathlon auftritt, kann eine vorüber gehende Pumpschwäche des rechten Herzventrikels aus lösen. Wie das deutsche Ärzteblatt berichtete, ist die klinische Bedeutung dieses Befundes nicht eindeutig geklärt.
Der Autor der Studie Andrė La Gerche von der Universität Melbourne vergleicht die Veränderungen im rechten Herzventrikel mit dem "Tennisarm", aus dem auch nicht geschlossen werden könnte, dass Tennisspielen ungesund sei. Andere Wissenschaftler wie Sanjay Sharma von der St. George's University London, der den London Marathon betreut, halten die Studienergebnisse für plausibel. Der Körper sei nun einmal nicht für Ausdauerleistungen von bis zu 11 Stunden am Tag ausgelegt, und bei einigen Menschen könne dies nach Einschätzungen des Mediziners zu dauerhaften Schäden führen.
Sharma plädiert für weitere Untersuchungen – auch vor dem Hintergrund der steigenden Popularität von Extremsportarten wie Marathon. Es wäre nicht das erste Mal, so Sharma im Bericht der Onlineausgabe des Deutschen Ärzteblattes, dass eine offensichtliche Gesundheitsgefahr erst spät erkannt wurde.
Veröffentlicht wurde die Studie La Gerches im Europäischen Herz Journal (European Heart Journal). Danach erholt sich die Herzfunktion bei vielen Patienten innerhalb einer Woche. Bei einigen Extremsportlern wurden allerdings Hinweise auf eine dauerhafte Herzmuskelschädigung gefunden.
Die Befunde der Studie, an der 40 erfolgreiche Leistungssportler teilnahmen, bestätigen die Ergebnisse tierexperimenteller Studien, in denen sich der rechte Ventrikel als die „Achilles-Ferse“ der Herzfunktion bei Ausdauerbelastungen erwiesen hatte.
Dort wurde ebenfalls eine Fibrosierung des Herzmuskels beobachtet. Sie kann schnell zur Gefahr werden, wenn sie das Reizleitungssystem betrifft und Herzrhythmusstörungen auslöst.
jos / Quelle: Deutsches Ärzteblatt
chronischLEBEN-Kommentar
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